shumpei-maruyama-photographed-by-shumpei-maruyamaDas wohl faszinierendste nebst der super schnellen Bewegung mit den Fangwerkzeugen, sind bei Fangschreckenkrebsen die hoch entwickelten Augen die zu den am besten entwickelten Augen im Tierreich gehören.

Die auf Stielen sitzenden Komplexaugen sind unabhängig von einander bewegbar (ähnlich wie bei Chamäleons).Mit dieser Fähigkeit kompensieren sie das recht eingeschränkte Sichtfeld ihrer Augen.
Durch die Überlappung der Sichtfelder der einzelnen Augen ist es den Fangschreckenkrebsen möglich räumlich zu sehen.
Sie bestehen im einzelnen aus bis zu 10.000 Einzelaugen die in 3 gut Sichtbare Bereiche eingeteilt sind.

Während der Mensch 3 Rezeptoren besitzt um Farbig zu sehen, hat der Fangschreckenkrebs 12!
Diese ermöglichen es ihm bist zu 100.000 Farben zu erkennen und auch Licht im Ultraviolettem Bereich wahrzunehmen.

Jetzt werdet ihr euch wahrscheinlich denken:“Häää? aber wir sehen doch auch ganz ganz viele Farben“:
Ja aber das ist nur halb richtig, denn wir sehen die Farben nicht richtig sondern unser Gehirn vergleicht und zeigt uns dann die Farbe.
Der Fangschreckenkrebs sieht die Farbe wirklich ohne neurologische Assoziation.

Eine sehr besondere Fähigkeit ist, das Fangschreckenkrebse mit ihren Augen zu dem auch polarisiertes Licht wahrnehmen können.
Dieses macht ihnen die Kommunikation über verschiedene Lichtsignale möglich, die wir mit unseren „primitiven“ Augen gar nicht wahrnehmen können.

Auch in der groben Artenunterscheidung können uns die Augen hilfreich werden.
Während Schmetterer, also die mit den Keulen, runde Augen haben, haben Speerer eher längliche Augen.
So kann euch schon ein Blick in die Augen verraten ob ihr aufgespießt oder erknüppelt werdet 😉

Dies war nur ein kleiner Einblick in die Farbige Welt der Fangschreckenkrebse.
Falls ihr noch mehr wissen wollt, meldet euch einfach bei mir 🙂